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Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
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Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
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Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8. Oktober 2006
Die Autoren schildern detail- und kenntnisreich, wie große Unternehmen von Subventionen profitieren, mit welchen Marketing-Tricks sie arbeiten, welche Zusatzstoffe in welchen Lebensmitteln enthalten sind und was es mit 'Functional Food' und 'Nanofood' auf sich hat.

Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu
(Broschiert)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Hunger ist in unserer Gesellschaft kein Thema mehr. Nahrungsmittel sind ausreichend und günstig zu haben. Moderne Lebensmittel sollen uns gesund halten, schmecken und für wenig Geld zu haben sein, so lautet das Versprechen der Nahrungsmittelindustrie -- ist da eine Vision in Erfüllung gegangen?
„Doch der Schein trügt", schreiben Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu. „Was im Handel wenig kostet, fordert an anderer Stelle seinen Tribut." Und den zahlen andere, betonen die Autoren: Die kleinen Landwirte, die unter dem Preisdruck der Discounter ächzen und nicht selten ihre Existenz aufgeben müssen. Die Verbraucher, die mit den modernen Lebensmitteln ihre Gesundheit und Psyche gefährden. Und letztlich die Gesellschaft, die die Folgekosten einer aus dem Lot geratenen Ernährungsweise zu tragen hat. Diese dunkle Seite der Erfolgsstory von den billigen Nahrungsmitteln ist das Thema des Buches Die Joghurt-Lüge. Es will „die Mechanismen der Industrie offen legen und den Blick ins ‚Eingemachte' erlauben", so die Autoren. Das gelingt vollauf. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie weit die Entwicklung hin zum synthetischen Industrie-Food bereits fortgeschritten ist. Prominentestes Beispiel: Der Erdbeerjoghurt, dessen „Fruchtstücke" niemals Kontakt mit einer Erdbeerstaude hatten, sondern rein synthetisch hergestellt wurden. Die Joghurt-Lüge.
Die Autoren belassen es allerdings nicht bei der nahe liegenden Skandalisierung via Ekel-Effekt. Ihnen geht es grundsätzlicher um das System der Ernährung, das sich unter dem Einfluss industrieller Produktionsverfahren stillschweigend breitgemacht hat. Die Folge: „Niemand durchschaut mehr, was er isst", so das nüchterne Fazit. Und die Folgen schlechter Ernährung trägt letztlich die Gesellschaft. Fettleibigkeit und ernährungsbedingte Erkrankungen sind zu einer Belastung für das Gesundheitssystem geworden. Letztlich aber wird jeder selbst entscheiden müssen, wem er glaubt und was er isst. Das wissen auch Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu: „Was wir jeden Tag essen, bestimmen wir letzten Endes selbst. Darin liegt die größte Macht, die wir als Verbraucher haben." Ihr Fazit: „Selber kochen schützt."
***
aus den Nachrichten vom 20.03.2009
Danone erhält für Trinkjoghurt Actimel "goldenen Windbeutel"

Bei einer Internet-Abstimmung über den "Goldenen Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge des Jahres haben Verbraucher den Trinkjoghurt Actimel von Danone auf Platz eins gesetzt. Knapp die Hälfte der mehr als 35.000 Teilnehmer hielt die Werbung für Actimel als vermeintliches Mittel gegen Erkältungen für den offenkundigsten Fall von Etikettenschwindel, wie die Verbraucherorganisation foodwatch in Berlin mitteilte.
Der Trinkjoghurt des Herstellers Danone schütze nicht vor Erkältungen, erklärte die Leiterin der foodwatch-Kampagne "abgespeist.de", Anne Markwardt. Er stärke das Immunsystem nur ähnlich gut wie ein herkömmlicher Naturjoghurt, sei aber viermal so teuer und doppelt so zuckrig. "Die Werbung von Danone ist ein großes probiotisches Märchen."
Danone wies die Vorwürfe zurück. In mehr als 30 wissenschaftlichen Studien sei belegt, dass das Produkt nachweislich die Abwehrkräfte aktiviere, erklärte das Unternehmen in Frankfurt am Main. Die Studien seien von unabhängigen Forschungsinstituten und vom Danone-Forschungszentrum in Paris erstellt worden. Deshalb stehe das Unternehmen zu der Aussage, "Actimel activiert Abwehrkräfte".
Foodwatch habe nie bestritten, dass Actimel die Abwehrkräfte stärke, sagte Geschäftsführer Thilo Bode der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben immer gesagt, alle Joghurts, vor allem die probiotischen, die Abwehrkräfte gut aktivieren." Auch habe seine Organisation nicht behauptet, das Danone die Wirkung von Actimel nicht wissenschaftlich habe untersuchen lassen. "Aber leider bleibt es eine dreiste Verbrauchertäuschung: Die Werbelüge besteht darin, dass Danone suggeriert, Actimel schütze als einziges Produkt die Abwehrkräfte", sagte Bode.
Foodwatch wendet sich mit der Kampagne gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt foodwatch auf der Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach Angaben der Organisation nicht halten, was sie versprechen. Die Internet-Abstimmung über den Goldenen Windbeutel lief vom 19. Februar bis zum 19. März. Auf dem zweiten Platz landete der "Biene Maja"-Kindertrunk von Bauer, auf dem dritten das "Pesto Verde" von Bertolli. Auf Platz vier und fünf landeten der "Frucht-Tiger" von Eckes-Granini und der "Gourmet-Genießerkuchen" von Bahlsen.

Die Joghurt-Lüge: Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu
(Broschiert)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Hunger ist in unserer Gesellschaft kein Thema mehr. Nahrungsmittel sind ausreichend und günstig zu haben. Moderne Lebensmittel sollen uns gesund halten, schmecken und für wenig Geld zu haben sein, so lautet das Versprechen der Nahrungsmittelindustrie -- ist da eine Vision in Erfüllung gegangen?
„Doch der Schein trügt", schreiben Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu. „Was im Handel wenig kostet, fordert an anderer Stelle seinen Tribut." Und den zahlen andere, betonen die Autoren: Die kleinen Landwirte, die unter dem Preisdruck der Discounter ächzen und nicht selten ihre Existenz aufgeben müssen. Die Verbraucher, die mit den modernen Lebensmitteln ihre Gesundheit und Psyche gefährden. Und letztlich die Gesellschaft, die die Folgekosten einer aus dem Lot geratenen Ernährungsweise zu tragen hat. Diese dunkle Seite der Erfolgsstory von den billigen Nahrungsmitteln ist das Thema des Buches Die Joghurt-Lüge. Es will „die Mechanismen der Industrie offen legen und den Blick ins ‚Eingemachte' erlauben", so die Autoren. Das gelingt vollauf. Zahlreiche Beispiele zeigen, wie weit die Entwicklung hin zum synthetischen Industrie-Food bereits fortgeschritten ist. Prominentestes Beispiel: Der Erdbeerjoghurt, dessen „Fruchtstücke" niemals Kontakt mit einer Erdbeerstaude hatten, sondern rein synthetisch hergestellt wurden. Die Joghurt-Lüge.
Die Autoren belassen es allerdings nicht bei der nahe liegenden Skandalisierung via Ekel-Effekt. Ihnen geht es grundsätzlicher um das System der Ernährung, das sich unter dem Einfluss industrieller Produktionsverfahren stillschweigend breitgemacht hat. Die Folge: „Niemand durchschaut mehr, was er isst", so das nüchterne Fazit. Und die Folgen schlechter Ernährung trägt letztlich die Gesellschaft. Fettleibigkeit und ernährungsbedingte Erkrankungen sind zu einer Belastung für das Gesundheitssystem geworden. Letztlich aber wird jeder selbst entscheiden müssen, wem er glaubt und was er isst. Das wissen auch Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu: „Was wir jeden Tag essen, bestimmen wir letzten Endes selbst. Darin liegt die größte Macht, die wir als Verbraucher haben." Ihr Fazit: „Selber kochen schützt."
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aus den Nachrichten vom 20.03.2009
Danone erhält für Trinkjoghurt Actimel "goldenen Windbeutel"

Bei einer Internet-Abstimmung über den "Goldenen Windbeutel" für die dreisteste Werbelüge des Jahres haben Verbraucher den Trinkjoghurt Actimel von Danone auf Platz eins gesetzt. Knapp die Hälfte der mehr als 35.000 Teilnehmer hielt die Werbung für Actimel als vermeintliches Mittel gegen Erkältungen für den offenkundigsten Fall von Etikettenschwindel, wie die Verbraucherorganisation foodwatch in Berlin mitteilte.
Der Trinkjoghurt des Herstellers Danone schütze nicht vor Erkältungen, erklärte die Leiterin der foodwatch-Kampagne "abgespeist.de", Anne Markwardt. Er stärke das Immunsystem nur ähnlich gut wie ein herkömmlicher Naturjoghurt, sei aber viermal so teuer und doppelt so zuckrig. "Die Werbung von Danone ist ein großes probiotisches Märchen."
Danone wies die Vorwürfe zurück. In mehr als 30 wissenschaftlichen Studien sei belegt, dass das Produkt nachweislich die Abwehrkräfte aktiviere, erklärte das Unternehmen in Frankfurt am Main. Die Studien seien von unabhängigen Forschungsinstituten und vom Danone-Forschungszentrum in Paris erstellt worden. Deshalb stehe das Unternehmen zu der Aussage, "Actimel activiert Abwehrkräfte".
Foodwatch habe nie bestritten, dass Actimel die Abwehrkräfte stärke, sagte Geschäftsführer Thilo Bode der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben immer gesagt, alle Joghurts, vor allem die probiotischen, die Abwehrkräfte gut aktivieren." Auch habe seine Organisation nicht behauptet, das Danone die Wirkung von Actimel nicht wissenschaftlich habe untersuchen lassen. "Aber leider bleibt es eine dreiste Verbrauchertäuschung: Die Werbelüge besteht darin, dass Danone suggeriert, Actimel schütze als einziges Produkt die Abwehrkräfte", sagte Bode.
Foodwatch wendet sich mit der Kampagne gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt foodwatch auf der Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach Angaben der Organisation nicht halten, was sie versprechen. Die Internet-Abstimmung über den Goldenen Windbeutel lief vom 19. Februar bis zum 19. März. Auf dem zweiten Platz landete der "Biene Maja"-Kindertrunk von Bauer, auf dem dritten das "Pesto Verde" von Bertolli. Auf Platz vier und fünf landeten der "Frucht-Tiger" von Eckes-Granini und der "Gourmet-Genießerkuchen" von Bahlsen.
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